Wie Sie mit anderen leichter in Kontakt kommen können
Sozialphobiker haben ja Probleme, mit anderen Menschen in Kontakt
zu kommen.
Wenn Sie es aber dennoch versuchen wollen sind hier vielleicht
ein paar Tipps, wie es leichter gehen kann:
Wenn man lange die passive Rolle eingenommen hat anstatt auf Leute
zuzugehen, braucht erst mal wieder eine positive Einstellung. Sagen
Sie sich: Ich gehe jetzt auf den anderen zu und beginne ein Gespräch.
Wenn etwas schief geht, liegt es nicht an mir. Mein Gegenüber
will wahrscheinlich im Moment keinen Kontakt.
Machen Sie sich klar, daß es nicht an Ihnen liegt, daß
Sie etwa uninteressant sind oder unattraktiv. Man ist nicht immer
in der Stimmung, Kontakte zu bilden, wahrscheinlich war Ihrem Gegenüber
eben nicht danach.
Stellen Sie einen Blickkontakt her und lächeln Sie. Reagiert
Ihr Gegenüber darauf, wissen Sie, daß grundsätzlich
ein guter zeitpunkt ist, aktiv zu werden. Reagiert Ihr Gegenüber
nicht oder sieht weg, ist wohl nicht der Richtige Zeitpunkt.
Üben Sie Small-Talk, den Sie jetzt einsetzen können.
Wenn man längere zeit über nicht ganz so wichtige Sachen
redet bildet man ein gutes Fundament für tiefergehende Gespräche.
Schließlich will Ihr Gegenüber ja nicht gleich seine
intimsten Geheimnisse preisgeben, bevor er Sie besser kennt.
Für den Beginn eines Gespräches bieten sich auch folgende
zwei Themen an:
Die Situation
Im Kaufhaus könnte man z.B. fragen, ob das gegenüber öfters
hier einkauft, ob es immer so lange an der Kasse dauert, oder wie
schön es doch hier ist, ob ein Produkt etwas taugt, da gibt
es tausend Möglichkeiten.
Versuchen Sie etwas Besonderes aus der Umgebung aufzugreifen, zum
Beispiel die nette Atmosphäre oder das besondere Angebot.
Vermeiden Sie, negativ zu wirken und zu jammern. Mit einer positiven
Ausstrahlung gelingt alles viel einfacher!
Das Gegenüber selbst
Tests haben ergeben: Jeder redet am Liebsten von sich selbst!
Fragen Sie Ihr Gegenüber, was es arbeitet, nach Hobbys usw.
Ihr Gegenüber wird sich wegen Ihrer Neugier an seiner Person
freuen und sich gescheichelt fühlen.
Allerdings: Schleimen ist tabu, billige Komplimente oder gar falsche
Komplimente sind unbedingt zu unterlassen!
Loben Sie zum Beispiel auch den guten Geschmack, eine gute Idee
oder sowas. Daran merkt das Gegenüber, daß man aufmerksam
ist.
Blicken Sie Ihrem Gegenüber dabei in die Augen, aber nicht
starren bitte.
Wer ständig dem Blick ausweicht kommt unsicher oder verlogen
herüber, eher schlecht zur Kontaktanbahnung.
Was eher nicht geht
Die Jammertour
Wenn Sie gleich zu Beginn eines Gespräches damit anfangen,
Ihr Leid zu klagen, haben Sie ziemlich schnell verloren. Es sei
denn, Sie sind in einer Selbsthilfegruppe für Sozialohobiker...
Der Angeber
Spielen Sie nicht etwas vor, was Sie nicht sind. Auf die Dauer halten
Sie das sowieso nicht durch.
Reden Sie nicht ständig von sich selbst
Wenn jemand von Ihnen begeistert werden soll, dann ihr Gegenüber,
und nicht Sie selbst.
Wer ständig von sich selbst redet, strahlt aus, daß er
sich selbst für das Wichtigste hält und alles andere für
nebensächlich.
Sind Sie ins Gespräch gekommen müssen Sie versuchen,
es am Leben zu halten.
Vermeiden Sie Fragen, die Ihr Gegenüber einfach mit Ja oder
Nein beantworten kann, er muß dann schon etwas Ausholen, um
Ihre Fragen zu beantworten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit,
neuen Gesprächsstoff aufzugreifen und dann ins Gespräch
zu bringen.
Bewährt haben Sie fragen mit Wie? Warum?
Aber auch hier gilt: Nicht bohren, sonst nervt es schnell...
Ansonsten gilt: Nicht aufdringlich werden, wenn man merkt es klappt
nicht, dann lieber einen Rückzug machen.
Viel Glück!
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