Symptome
Sie kennen das Gefühl, gehemmt gegenüber anderen Menschen
zu sein?
Sie werden schnell rot? Sie finden keine Freunde? Sie sind einsam
und traurig?
Nun, das sind nur einige Symptome einer sozialen Phobie.
Allerdings führen diese Symptome in einer übersteigerten
Form zur Beeinträchtigung des Patienten.
Körperliche Symptome
Erröten, rot werden
Herzklopfen bzw. Herzrasen
ein trockener Mund
Schwitzen
man zittert
angespannte Muskulatur
Muskelzucken
Kribbeln im Bauch
das Gefühl, als werde der Brustkorb zusammengedrückt
schneller Atem
das Gefühl keine Luft zu kriegen
Verdauungsstörungen, Blähungen, Durchfall
Harndrang
Harnverhalt
Übelkeit
Schwindel
man hat das Gefühl, ohnmächtig zu werden
Hitzewallungen
Kälteempfindungen
Erstarrung
gedanklicher "Blackout", selbst auf die einfachsten Dinge
kommt man nicht
man kann Gesprächen nicht folgen
man bringt kein Wort heraus
stottern oder den Faden verlieren
Gefühle
Angst vor Ablehnung
Angst vor dem Sprechen mit Menschen oder in der Öffentlichkeit
Unsicherheit
Hemmungen beim Auftreten in der Öffentlichkeit
Scham
Angst vor Kritik
Angst vor Kontakt mit Menschen
Kognitive Symptome (Falsche Selbsteinschätzung)
Niemand mag mich
niemand ist daran interessiert an dem was ich sage
ich bin zu ruhig
ich bin langweilig
die Anderen beobachten mich
die Anderen reden oder lachen hinter meinem Rücken über
mich
Was wird sie von mir denken, wenn ich sie anspreche?
man sieht mir die Aufregung an
Was wird er von mir denken, wenn ich ihm sage, dass ich keine Lust
habe, mit ihm auszugehen?
ich werde abgewiesen
ich bin fehl am Platz
ich höre mich bescheuert an
Was wird sie (die Verkäuferin) von mir denken, wenn ich, ohne
etwas zu kaufen, wieder gehe?
ich rede nur Unsinn
Ich weiß nicht, womit ich ein Gespräch beginnen soll. Von mir gibt
es nichts Interessantes zu erzählen.
ich kann nichts Interessantes bieten
ich gehöre nicht dazu
Ich habe Angst, mit zu banalen Dingen ein Gespräch zu beginnen.
Besonders peinlich finde ich es, ein Gespräch anzufangen und dann
plötzlich nicht mehr weiter zu wissen.
ich vermassel es
die Anderen können mich nicht leiden
Was wird der Ober denken, wenn ich ihm sage, dass es nicht geschmeckt
hat?
ich bin sonderbar / sie halten mich für seltsam
ich sehe häßlich aus
ich erscheine inkompetent
Ich spreche niemanden an, weil ich Angst davor habe, er sieht, wie
unsicher ich doch bin.
ich bin total verlegen / verwirrt
Was wird der Bekannte von mir denken, wenn ich nicht zu seinem Fest
gehe?
ich bin ein Klotz am Bein
Ich mache mich lächerlich
ich mache etwas peinliches
Ich will nicht aufdringlich sein
Ich weiß nicht, wie ich ins Gespräch mit einem Fremden kommen kann
Die generelle Aussage solche Gedanken ist immer einer Herabsetzung
seiner selbst, der Glaube, daß andere etwas schlimmes denken
und man ungeliebt, nicht akzeptiert oder ausgestossen wird.
Verhalten
Der Betroffene kann nicht vor einer Menschenmenge sprechen
Der Betroffene meidet bestimmte Situationen
Der Betroffene flieht vor bestimmten sozialen Situationen
Der Betroffene kann keinenKontakt zu anderen, fremden Menschen aufbauen
Der Betroffene hat Probleme in Prüfungssituationen
Der Betroffene hat Probleme, einen Geschlechtspartner kennenzulernen
Der Betroffene überwacht sich andauern selbst ( Selbstbeobachtung
)
Der Betroffene kann nicht nicht mit dem Vorgesetzten oder einer
Behörde streiten
Der Betroffene kann schwer seine eigene Meinung mitteilen und dazu
zu stehen
Der Betroffene versucht manchmal seine Angst durch Alkohol, Drogen
oder Psychopharmaka zu bekämpfen
"Klammerverhalten" in Bezug auf vertraute Personen und Beziehungspartner
Soziale Phobien äußern sich zudem manchmal auch in Form sexueller
Funktionsstörungen.
Bei der Frau können zum Beispiel eine sexuelle Unlust, Schmerzen
beim Geschlechtsverkehr oder Scheidenkrämpfen auftreten.
Beim Mann kann zum Beispiel die Erektion gestört sein oder
eine vorzeitige oder verspätete Ejakulation auftreten.
Zudem verhindert die ständige Angst, sexuell zu versagen oder
nicht attraktiv genug zu sein, eine echte Nähe zum Anderen.
Oft werden neue Beziehungen abgebrochen, um der Gefahr zu entgehen,
zu versagen oder nicht gut genug zu sein. Sozialphobiker sind deswegen
oft unverheiratet oder ohne festen Partner.
Wichtig wäre es noch anzumerken, daß diese Symptome
nicht gegenüber allen Menschen auftreten müssen. Manchmal
treten Sie nur gegenüber Frauen, Männer, Arbeitskollegen
oder Vorgesetzten auf, je nachdem, was der Auslöser der Phobie
war.
Manchmal wirken sich diese Phobien allumfassend aus und verhindern
damit eine sehr große Zahl von sozialen Situationen.
Sehr schwere Fälle können zu einer panikartigen Störung
führen. Diese Art der Störung kann unter Umständen
sehr bedrohlich für den Betroffenen sein, da dann möglicherweise
unbedachte, gefährliche Handlungen vorgenommen werden, wie
zum Beispiel die Flucht über die Straße, ohne zu gucken,
ob ein Auto kommt.
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