Reaktive Depression
Man nennt eine reaktive Depression auch als Anpassungsstörung.
Eine solche Anpassungsstörung ist das Ergebnis eines Ereignisses,
auf das sich der Betroffene nicht einstellen kann, mit dem er nicht
zurecht kommt. Oft ist ein solches Ereignis eine Trennung, Tod,
Kränkung oder ein sonstiges Trauma. Aber auch Arbeitslosigkeit,
der Auszug der Kinder, ständige Kränkungen, Gewalt oder
auch der Eintritt in die Rente kommen in Betracht.
Meist wird eine solche Anpassungsstörung wenige Wochen nach
beendigung des auslösenden Faktors überwunden. Aber auch
der Übergang in eine andere Depressionform ist möglich.
Besonders gefährdet sind Menschen, die ein gemindertes Selbstwertgefühl
haben und wenig Selbstvertrauen, die eine übersteigerte Gewissenhaftigkeit
oder einen gewissen Perfektionismus haben, Menschen, die Anerkennung
wollen, Neigungen zu Schuldgefühlen haben, die keine Aggressionen
ausleben können, nicht Nein sagen können, eine Neigung
dazu haben, sich an andere Menschen zu klammern oder Angst haben,
daß sie ihren Partner verlieren.
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